Low-Key

 

Geheimnissvolle Low-Key Aufnahmen

Low-Key-Aufnahmen werden wohl meist im Studio gemacht. Mit etwas Geschick sind sie natürlich auch mit Available-Light möglich. Low-Key bedeutet nicht, dass die Aufnahme unterbelichtet ist, sondern dass die Belichtung so eingestellt wird, dass die bildwichtigen Teile unterhalb des 18 %igen Helligkeitswerts liegen , auf dem unter normalen Umständen, die Kamera eingestellt ist. Auch bei Low-Key-Aufnahmen darf es Spitzlichter geben, solange sie nicht bildbestimmend sind.

Dieses Bild ist kein Low-Key-Bild. Obwohl es sehr dunkel ist. Dazu sind die Kontraste zu stark. Die Konvertierung in schwarz/weiss, wurde nur vorgenommen, weil das Bild keine für die Bildaussage wesentlichen Farbinformationen enthält. Beschränkung auf das Wesentliche sollte aber keine Ausrede sein, missglückte Farbfotos in S/W umzuwandeln und es zu Kunst zu erklären.

 

 

Dunkle Kleidung ist ein Muss

 

 

35 mm Blende 22 1/100 sek.

Die Beleuchtung ist relativ einfach. Bei dieser Aufnahme wurde ein Strip Light mit Diffusor und einem Wabenvorsatz für weiches Licht verwendet.

Oft wird die Low-Key- Beleuchtung für Akt- und Körperlandschaften verwendet. Wie man bei den nächsten Aufnahmen unschwer erkennen kann.

 

 

Weiche Körperlandschaften modellieren.

Der dunkle Hintergrund enthebt den Fotografen der Sorge um die Freistellung, man erhält eine eine geheimnissvolle Stimmung und kommt mit vergleichsweise wenig Licht aus. Die Kunst beschränkt sich darauf, möglichst weiches Licht zu produzieren, das aber trotzdem gerichtet auf den Körper fällt, um die Formen zu modellieren. Dazu empfiehlt sich wieder das Striplight.

Hier wurde die Einstellung an einer Schaufensterpuppe ausprobiert.

Natürlich klappt das auch bei männlichen Körpern.

 

98 mm f 14 1/125 sek

Der nächste Beitrag handelt dann von High-Key-Beleuchtung und der Erklärung, warum es keine überbelichteten Bilder sind. Am schnellsten kriegt ihr Infos über neue Beitrage, wenn ihr euch in den News Letter anmeldet.

Gruss R.Oberhänsli

Portrait im Workshop

 

Die Teilnehmer

 

 

Nach einer kurzen Einführung in die Technik der Blitzgeräte, ging es dann schon an die  Grundeinstellung.  Zu beginn jedes Shooting setzte ich das sogenannte Hauptlicht. Das Hauptlicht ist die stärkste Lichtquelle im Bild und deshalb für die Bildwirkung am wichtigsten. Hier habe ich einen Normalreflektor mit Wabe verwendet, deshalb das harte gerichtete Licht von Links (Fotografenansicht). Somit haben wir auch schon eine der Grundbeleuchtungen.

Die sogenannte Splitbeleuchtung: Dieser Beleuchtungstil ist sehr speziell und sollte deshalb nur selten verwendet werden. Typischerweise wird nur eine Gesichtshälfte beleuchtet und zwar von einer Lichtquelle im 90 Grad Winkel zum Gesicht. Die Licht abgewandte Seite bleibt völlig unbeleuchtet. Das Gesicht sieht dadurch relativ schmal aus und es entsteht eine dramatische Bildwirkung.

Im zweiten Schritt haben wir dann das Hauptlicht etwas Richtung 45 ° zum Gesicht verschoben . In diesem Fall haben wir das Hauptlicht schräg über das Gesicht gesetzt, was zur Folge hatte, dass wir eine weiter Grundeinstellung in der Portraitfotografie erreicht hatten. 

Die sogenannte Rembrandtbeleuchtung.

Rembrandt Beleuchtung deshalb, weil der Maler diese Art des Licheinfalls in seinen Werken oft verwendet hat. Das Licht kommt von relativ weit oben in 45° rechts oder links über dem Model. Dadurch entsteht das charakteristische Lichtdreieck auf der Licht abgewandten Seite.

Bei dieser Art der Beleuchtung, Short Lighting genannt, sitzt das Hauptlicht auf der schmaleren Seite des Gesicht und diese zeigt von der Kamera weg. Dadurch wirkt das Gesicht schmaler und wohlproponiert. Es ist sicher die gängigste Methode, die nahezu jedem Gesicht schmeichelt.

Verwendet haben wir dazu 2 Blitzgeräte. Das Hauptlicht in der 45° Position links und ein Aufhellblitz an der rechten Seite im 90° Winkel und mit halber Leistung vom Hauptlicht, zum Gesicht.

 

 

Natürlich gibt es zum „Short-Lightnig“ auch ein Gegenstück. Das nennt sich dann „Broad-Lightning“ Bei der „breiten Beleuchtung“ wird die der Kamera zugewandte Gesichtshälfte heller beleuchtet. Das Gesicht wirkt dadurch breiter und flächiger. Bei extrem dünnen hohlwangigen Modellen ist dieser Beleuchtungsstil nützlich und lässt das Gesicht etwas  fülliger wirken.

 

Nun kommt auch noch zu den anderen Blitzen noch ein dritter hinzu und zwar von rechts hinter und über dem Model, als sogenanntes Haar- oder Spitzlicht, was dann noch einen speziellen Glanz ins Haar zaubert.

Zum Schluss noch eine Danke, an alle die an diesem Tag mit im Studio waren. Mein ganz besonderer Dank  gilt Priska Stählin, die den langen Weg auf sich genommen  und geduldig mitgemacht hat.